Mittwoch, 4. Mai 2011

Was uns keiner sagte

Chile/Argentinia/Salta Km15200



Als wir in San Pedro de Atacama auf 2400m starteten, hatten wir Informationen vom Paso Sico zwischen 3600m und 4800m Hoehe. Super, darauf kann man sich einstellen.

Immerhin sind die Vergaser auf Hoehe getrimmt.
( Danke an Blum Motos, die 120er Duesen passen)

Dass es hier aber gar keine Paesse hat sondern nur Hochebenen, war uns dann auf 4000m klar. Der Anstieg kaum merklich und ploetzlich auf 4200m, das dann aber fast 300km so bleibt. Der Pass selbst ist irgendein Kartenpunkt der dann halt grad 4200m hoch ist.




Kurz vor dem Ziel San Antonio de los Cobres auf 3775m bereits bei Nacht, saukalt, nochmals auf 4550m!
Unterwegs die chilenische Carabinieros in einer Huette im Nichts untergebracht machen irgendwelche Kontrollen, dafuer aber sehr genau. Spaeter der argentinische Zoll mit Zentralheizung, TFT Fernseher und FernetBranca auf dem Tisch, hatten dafuer keine Stempelfarbe mehr fuer den Einreisestempel. Den bekommen wir dann irgendwo spaeter, wird per Funk und Mail durchgegeben.





Unsere Toeffs stehen hier ueber Nacht in der guten beheizten Stube im Hotel. Sehr brav.




Die vulkanisch gepraegte Landschaft ist unglaublich. Oasen resp. Lagunen auf 4200m Salzwuesten teils mit Warmwasseranschluss vom Vulkan und endlose Weiten. Ein Tag mit 370km durch staubige Pisten hinterliess natuerlich seine Spuren, wir waren doch etwas bis sehr muede. Fahrstil nebeneinander weil sonst teilweise 10min Wartezeit noetig war. Der aufgewirbelte Staub war km weit zu sehen (und zu schlucken)



Arme Argentinier aus Ushuaia die mit ihrem voll beladenen 205 Peugeot mit kaputter Zylinderkopfdichtung auf 4200m abends stehen blieben. Auch mein letztes Trinkwasser konnte nicht mehr helfen.



In Salta werden wir uns neue Reifen besorgen, per Internet fragten wir nach dem aktuellen Lagerbestand, nein, Strassenreifen wollen wir nicht fuer die Weiterfahrt. Die aktuellen Metzeler Karoo halten 7-8000km, wir sind jetzt bei km 15200 mit dem 2. Satz. Der KarooT scheint etwas laenger zu halten aber so nach 1500km wird wohl fertig sein.
Es gibt Geschichten von Leuten die angeblich 15000km und mehr mit dem Hinterradreifen machen. Naja, soviel Gas geben wir auch wieder nicht, dass dies soviel ausmacht.
Leider nur als 150/70-17 verfuegbar, Preis 210SFr
Aber danke Nuetzi, wenigstens wissen wir jetzt dass sie passen.

Weiter steht nach 15000km mal ein Oelwechsel an (mit meiner Lieblingmarke in 15w-50w), Vergaseroptimierung da der Lexa XTZ jetzt ganz schlecht anspringt, ich will endlich einen rechten Rueckspiegel aber sonst alles ok.

unsere letzte Wasserdurchfahrt

ToeffLogbuch

Km 100
Beide Crossreifen vorne wieder demontiert und die als Verpackungsmaterial verwendeten Reifen montiert.

Km 300 Azul
MvA Ventildeckel abgedichtet

km 1500
MvA Platten h.

km 1700
Lexa Platten h.

Km 6000
je 0,5l Oel nachgefuellt.
Beide Federbeine voll Hart eingestellt

Km 7500
Hintere Reifen gewechselt.

Km 7600
MvA Platten v. gleich Reifen erneuert. 1. Versuch Auspuffschelle schweissen

Km 10500
Lex neue Kette, Bremsbelaege h. Umlenklager gefettet

MvA neues Kettenblattlager montiert, Umlenklager gefettet und Bremsbelaege h.

Km 11200
Lex neue Auspuffschelle, Rahmen geschweisst resp. gebrutzelt
MvA Blechhalterung h. gebrutzelt

Km 12700
Lex neue Bremsbelaege v.

Km 13800
mva Kette spannen
lexa Hilfsrahmen schweissen h.r. 0,5l Oel nachgefuellt

Km13880
lexa & mva
Versager auf Hoehe vorbereiten
HD120, Nadel 2 v. unten und Nadelduese neu
Neue Schwimmerkammerdichtung mva
Neue Duesenstockdichtung Lex

km14800
je 0.25l Oel nachgefuellt
Lexa neue Kerzen 7er

km15200
MvA neuer V Pneu
Oelwechsel beide M5100/15-50w

Suerte, FSM & MvA


Donnerstag, 28. April 2011

Wueste Geschichten

Ola

Spaerliche Vegetation in der Atacama Wueste.
Je weiter wir kommen, je weniger hats zu sehen. Selbst die Kaktuse moegens nicht so trocken. Der Kaktus zwischen unseren Bikes auf ca 500m Hoehe ist wie alle anderen hier tot.


Hier regnet etwa alle 7 Jahre max. 2h.

Unser letzter Ausfulg auf 4200m hat gezeigt, dass die Motoren besser mit etwas weniger Benzin auskommen. Da wir bald auf 4800m ueber den Passo Jama wollen und es hier nie regnet, schrauben wir ganz im freien.



Die Versager bekommem anstelle der 140er 120er Duesen und laufen selbst auf Meereshoehe mit ein paar Tricks noch prima.



Weil die jetzt so sauber sind und es hier eh nie regnet, befreien wir sogar die Toeffs mit Wasser vom Salz und Dreck. Mit den neuen Rukka Jacken, sehen wir aus wie Mobil Angestellte und duerfen sogar selbst Hand anlegen.




Danach machten wir uns durch einen Park auf nach Calama. Dies ist eine andere Geschichte und folgt spaeter

HopsaHoPazifiko

Alessandra auf neuen Wegen



Suerte, FSM & MvA

Donnerstag, 21. April 2011

Estamos bien los 2, km 13800

Saletti zaema
Endlich kommen wir wieder etwas vorwaerts. Hatten diverse Sachen zu erledigen und da wir ja in Suedamerika sind dauert das alles etwas laenger....neue Jacken aus der Heimat, neue Auspuffschelle und sonst noch ein paar Kleinigkeiten. Bei uns 1 Tag, hier 3 Wochen....
Waehrenddessen waren wir in Pichilemu mit den "angeblich" hoechsten Wellen zum Surfen, und in Talca beim Franzl. In Santiago wurden wir herzlichst von Paola und Marcelo empfangen, die uns mit chilenischen Spezialitaeten verkoestlicht haben.











Noerdlich von Santiago zoegern wir zuerst einen Tunnel zu durchfahren. Einspurig, kein Licht, Schotter, Wasser und kein Ende in Sicht.....doch es gibt keinen anderen Weg, also allen Mut und durch gehts....tiefe Wasserloecher, Staub, dunkel, und siehe da, wie aus einer Kanone geschossen, spuckt der Tunnel uns auf der anderen Seite aus! Der Anfang der Atacama Wueste.












Alessandra wollte natuerlich unbedingt zur Mine San Jose naehe Copapio, dort wo die 33 Mineros verschuettet waren, doch leider ist die Mine verschlossen und nur im Gemeindehaus gibt es eine kleine Ausstellung.











Jedoch wurde sie mit einem neuen Tschaeppel von einem Minero einer Goldmine beschenkt!!! Glueck gehabt....












Jetzt gefaellt es uns langsam wieder, sind seit ein paar Tagen in der Atacama Wueste unterwegs. Ein Pass bringt uns auf 4200m, die Toeffs haben schon etwas Muehe und wir haben laenger als erwartet...aber eine unbeschreiblich schoene Landschaft erfreut unsere Sinne...











Es ist schon 19.00 und wir sind immer noch auf 3500m...wir fahren zuegig, damit wir die Nacht etwas tiefer verbringen koennen, sind uns ja die Hoehe noch nicht so gewohnt.
Endlich gegen 20.00 schlingt sich die Strasse knappe 1000m runter und wir klopfen bei einem verlassenen Bauern an, mit der Bitte zum Campieren. Herzlichst werden wir empfangen und mit heissem Wasser versorgt.











Er freut sich sehr auf Besuch aus der Ferne. Muchas gracias para todo!

So, und nun warten wir nochmals bis Montag, denn hier ist auch Semana Santa und sie arbeiten nicht, unsere Jacken sollten naemlich dann ankommend, d.h. nach Chanaral.
Bis dahin vertreiben wir unsere Zeit in der rauhen Wueste.....hasta luego












No oebis zum luege:
Steilauffahrt im Sand
und zum e chli mitfahre
Als Sozius bei MvA


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Donnerstag, 7. April 2011

Ortskundige Nahrungszubereitung

Seit nunmehr 4Tagen hausen wir an der Pazifischen Kueste in einem Robinsonshaeuschen und geniessen die Waerme mit Sicht auf's Meer.






Nach 3 missglueckten Fischkochversuchen






und Notmails in die Heimat koennen wir erste Erfolge vorweisen:





Nach einer Vorspeise von besonderer Art mit lebenden Muscheln






Die einen sehr speziellen Inhalt hatten

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Die aber gar nicht so schlecht waren


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Durften wir erstmal Fisch am Stueck essen. Die oertliche Fischersfrau wollte uns schon vorkochen. Sie konnte nicht verstehen, was daran so kompliziert ist. Wir sind schon per Du mit allen Fischern und deren Familien






Am Tag uebten wir dann etwas Toeffahren und Strandwandern

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Das besondere an diesem Strand, er wurde erst letztes Jahr durch das Erdbeben in Chile durch den anschliessenden Tsunami geschaffen. Bis dahin floss hier der Fluss durch und trennte Festland vom Meer.
Hier auf ca. 10m ueber dem Meeresspiegel ist allerdings nichts passiert. Es hat auch ausreichend Fluchtmoeglichkeiten in die Huegel und so ein genageltes Huettchen haelt eh besser als eine gemauertes Haus.






Suerte, FSM & MvA

Alle Videos unter diesem Link
http://www.youtube.com/user/martinva69

Mittwoch, 30. März 2011

Auf und Ab

Chile iLoca km11150












kurz mal 150km Schotterpass Vergara auf 2500m vorbei an ein paar Cowboys, etwas Thermalbaden von 30 bis 55 Grad waehlbar, Uebernachten bei -5 Grad, am naechsten Tag von 2500m durch ganz Chile auf 0m Touchdown am Pazifik
POTZHEILANDDONNER!!!!'

























Die Gendarmerie National hat dort Schichten von 47 Tagen im Nix mit 3 Tagen frei: "nada es lindo aqui" meinte einer nur als wir ihn auf die Ruhe und Schoenheit hier oben ansprachen.












Der immer noch rauchende Vulkan im Hintergrund verbreitet einen Geruch von Schwefel in der ganzen Umgebung.













Unser aktueller Ausblick auf den Pazifik, wir haben fuer ein paar Franken ein Huettchen gemietet und geniessen Waerme und Meer.













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Passo Vergara
Passo con Martin
Passo Vergara Toeff und Wasser
Kuehe Passo Varadera Chile

Suerte, FSM & MvA



Samstag, 26. März 2011

Die Fischer mit den Toeff

Argentinien, Alumine, km 10160

hoi zaeme

wieder mal ein Kurzstatus:
sind in Argentinien naehe Mendoza.












gehen schnell nordwaerts da die Naechte bereits unter 0 grad sind.
Nechstes Ziel ist wohl Santiago de Chile
Geht uns sonst ganz gut, haben zur Abwechslung im Dorfladen











mal eine Fischerrute gekauft und 3 RIESIGE Fische gefangen,












geschlachtet und gegessen.












So ausgeruestet werden wir ploetzlich ganz anders empfangen. Kaum wird die Fischerrute gesehen, bekomnen wir Tips wo die groessten Fische zu fangen sind.











Ist einfach mal schoen ohne Zeitdruck zu reisen.
Zwischendurch mal 2-3 tage zu bleiben und dann wieder 2-3 Tage Toeff zu fahren.












so langsam brauchen wir einen Drehbank um ein paar Huelsen fuer unsere Federbeine zu machen.
Bis dann im Juli neue Federbeine kommen muessen die noch durchhalten.

Etwas spaeter bei km 10330 wechseln wir das Kettentraegerblattlager von Mva und die hinteren Bremsbelaege sowie der Kettensatz von Alessandra. Es gibt Platz und das Gewicht nimmt ab.











Dafuer bekommt die Mama bei der wir untergekommen sind etwas Baumschmuck

Zudem bekommen die Federbeinlager etwas Fett. Die halben Schalen von MvA Toeff werden schoen gedreht und gefettet























Nun hat sich auch grad gezeigt, dass der Konstruktionsfehler der XTZ erste Schweissarbeiten am Rahmen bennoetigen. Muss wohl noch etwas halten.












Wir sind hier in einem kleinen Ort an der Routa 40 die ja fast komplett geteert ist. Beim warten auf Benzin hat sich breits ein kleines Bikertreffen gebildet.












Die Argentinier haben ein langes Wochenende und fahren mal schnell ein paar hundert km um in den Bergen mit ihren 990 KTM's Schotterpisten zu heitzen und zu fischen.

Hier noch die aktuellen Videos

Stop Stop
Schrauberei bei Mama
Pistencruisen mit MvA


Lex macht Staubig


Montag, 21. März 2011

Fette Steaks und schoenes Wetter bei km 9893

Wieder in der schoenwetter Zone Argentiniens geniesen wir auf holprigen Pisten Sonne, Land und Leute.
Am Morgen zwar noch leicht Regen kommt die Sonne aber bald zum Vorschein.

Der Zoellner an der argentinischen Grenze, selbst Honda Transalp Fahrer, hat uns extra ein paar schoene Schotterstrassen empfohlen.



Wir merken zwar bald, dass wir wieder in Argentinien sind, viele Nat. Paerke und vermeindliche Privatstrassen an denen sich offizielle und inoffizielle Wegelagerer tummeln. Die Preise bewegen sich jeweils zwischen 5 und 15$. Mittlerweile unterstuetzen wir die Politik nicht mehr und suchen andere Strecken. Das kostet zwar Zeit aber davon haben wir ja zum Glueck noch etwas. Nicht dass wir dann in 6 Monaten bereits ringsum sind!
So finden wir auch die Strecken, die dann nicht in den Buechern stehen.



Die Umgebung hier gehoert eher den Ureinwohnern den Chubuts.
Maymay! heisst nicht dass wir was schlechtes machen sondern :gut gut!



Was in jedem Meckerman Reisefuehrer steht und man unbedingt gesehen haben muesse, ist Bariloche, die Schweiz der Anden.
Die Umgebung ist bergig und idyllisch. Zu dieser Zeit, es ist ja Herbst hier, wenig Touristen. Die Stadt selbst mit ihren 100'000 Einwohnern und Slums, bewegten uns sogar noch abends, als wir eine Unterkunft suchten, zur Flucht aus dem Baerenloch.

Eigentlich sollten wir seit bald 1500km Alessandras Kette wechseln, neue Bremsbelaege montieren und nach der Schaltung sehen. Immer wieder zieht es uns aber weiter in die schoene Umgebung, weg von Kaelte, Regen und ungemuetlichen Hotels.



Gestern, 20.3.2011 erreichten wir auf kleinen Pisten entlang dem Rio Alumine das 5000 Nasen Oertchen Alumine.



Auf dem Weg immer wieder sehr interessante Brueckenkonstruktionen. Die etwas besseren mit 2 Stahltraegern belegt mit Querbrettern und Laengsbrettern fuer die Autos. Etwas wie beim Seiltanz traversieren wir auf den Laengsbrettern die Bruecken, denn oft sind die Bretter in der mitte morsch oder durchgebrochen. Schon mancher Biker hat hier sein Vorderrad versenkt. Das Problem ist nur, dass die Autos beim Rad seitlich aufhoeren. Da sich unser Rad ja in der Mitte befindet, wird es seitlich z.T. recht eng am Gelaender....falls es denn eins hat....






Nach etwas fragen und 1l Bier vor dem oertlichen Drogenladen, erfuhren wir, dass es um 21Uhr auch was zu Essen gibt. Ah ja, wir sind ja in Argentinien.




Suerte, FSM & MvA

Anbei noch ein Paar Videos, muessen wir allerdings mal im Internercafe ergaenzen.
Die ganzen Blogs schreiben wir auf dem iPod. Wenn wieder mal ein WiFi vorhanden ist, koennen wir ein paar Daten Syncen:

Immer Careterra ueber Bruecken