Dienstag, 20. September 2011

back with black

Bolivia, Rurrenabaque km 29650



Zurueck in Bolivien mit Roli und seiner schwarzen BMW zersteuben wir erneut die bolivianischen Pisten. Regentage halten uns in einigen Orten fest weil die Pisten nach Regen kaum passierbar sind. Zum Glueck und mit etwas Planung trifft uns der Regen aber immer erst in der Ortschaft.



Die suche nach einer neuen BMW Batterie gestaltet sich schwierig. Roli hat mal wieder Pech und bei der Wartung wurde die Batterie zwar betrachtet aber nicht ersetzt. Besser als der extra gekaufte Luftfilter, der war zwar drin aber nicht eingeoelt. Wir werden am Oelverbrauch sehen, wieviel Dreck das Teil schon geschluckt hat.



Brasilien - Bolivien
Nach ein paar Tagen Hitze im Pantanal versuchten wir erst nochmal zum Porte Joffre zu kommen. Etwas Regen und die Piste wurde sauglatt. Da wir "sauglatt" gar nicht lustig fanden und dunkle Wolken noch mehr Spass versprachen, kehrten wir nach 50km wieder um.



Dass wir am naechsten Tag in Bolivien waren, erkannten wir spaetestens daran, dass die neue Teerstrasse schlagartig in eine staubige Piste fortfuehrte.



Sehr nette hilfsbereite Beamte halfen uns wiederum bei den Formalitaeten, sogar in der Mittagspause.




Die weiteren Tage fuhren wir auf den Schmugglerpisten an der brasilianischen Grenze entlang.

Nach 3 Uebernachtungen im beissenden Rauch weil die Bolivianer in der Trockenzeit den ganzen Wald anzuenden, waren wir wieder in Trinidad.
Da das Leben hier auf den Toefflis um den Hauptplatz stattfindet, drehten wir auch ein paar Runden mit den Einheimischen. Was wuenschten wir uns dies in der Schweiz zu Toefflizeiten vor 25 Jahren. Ohne Helm die halbe Stadt auf den Raedern. Bis zu 5 Personen passen da naemlich auf ein Mofa und es laesst sich erst noch essen, trinken, stillen und telefonieren.




Dienstag, 23. August 2011

ab jetzt zu dritt mit Wiesenabroli

Am 16. August konnten wir nun endlich Roli am Flughafen Brasilia abholen. Die Ankunftshalle war schon fast leer als er dann doch noch als fast letzter gemuetlich  angeschlendert kam. Anscheinend konnte die Zollbehoerde nicht glauben, dass er ueberhaupt kein Gepaeck dabei hatte, sondern nur ein Rucksack voll mit Klatschheften (Glueckspost, Neue Revue, Echo der Frau...die das Trullala noch bestellt hatte.....), das hat dann alles etwas verzoegert..Die Wiedersehensfreude war natuerlich riesengross!



Und am 17. August haben wir dann auch problemlos gleich seine BMW 1150 GS am Cargo Terminal auspacken koennen. Ein grosses Ereignis hier in Brasilien solch einen Toeff auszupacken, die Haelfte der Zollbehoerde hat auf jeden Fall nicht mehr gearbeitet....


Vollbepackt mit neuen Pneus, Schoggi, Fondue, Buechern, Cremli, schwyzer. Lampion/Kerzli, schwyzer. T-Shirts; lieben Briefen und Baslerlaeckerli ----->>>> DANKE  Therese, Susanne, Walti, Fabian, Melissa, Robin, Barbara & Holmi und Patricia!! Es war wie Weihnachten und Geburtstag zusammen!! .......gings dann zuerst einmal zu Stefan nach Corumba auf die Fazenda um alles richtig auszupacken und wieder neu einzupacken.



Dort verbrachten wir dann zuerst einmal 3 gemuetliche Tage um Roli etwas einzugewoehnen

                                         
                                          MvA-Pizzaiolo

selbstgemachtes Glace mit Fluessigstickstoff...
  selber Zuckerrohrsaft pressen
und Gschenkli uspacke.....

Vielen Dank an Stefan & Cornelia fuer eine super Zeit auf eurer Fazenda!




                                                   WELCOME BRUGGEABROLI



Samstag, 13. August 2011

Krokodile und Schuhe

Was macht man aus Krokodilen die einem in den Toeff beissen wollen ?


Da nimmt man Mass  




und kriegt sie am Spiess   


Dienstag, 9. August 2011

wir kaufen neue Schuhe







Suerte, FSM & MvA

Donnerstag, 4. August 2011

Rodeo, Wildlifehunting und Birding

Anapolis-Corumba-Pantanal 24'180km

Die letzten Wochen genossen wir bei Remo und seiner Familie in Anapolis und wurden nach Strich und Faden verwoehnt. Nebst den brasilianischen Kochkuensten seiner Frau Lea gab es wieder mal Raclette, Aelplermaccaroni, schweizer Bratwuerste, Wurst-Kaesesalat mit echten "Chloepfer" und natuerlich meine geliebten Spaghetti in allen Variationen. Also abgenommen haben wir in dieser Zeit definitiv nicht!






Auch war es mal wieder schoen unser eigenes Zimmer mit Bad zu haben, und das laenger wie nur 2-3 Tage.
Sehr amuesant fanden wir auch den Kreisel vor Remo's Baeckerei. Er ist relativ neu und ueberhaupt nicht signalisiert und bei einbrechender Dunkelheit schwer zu erkennen. So fuhren an einem Abend sage und schreibe 4 Motorradfahrer und 2 Autos einfach geradeaus. Wohl war das schon des oefteren passiert und so schaufelten sie einfach einen Erdhuegel an den Rand. Man kann sich nur vorstellen wie es knallt wenn man dort mit 50-60 Sachen reinfaehrt....Einer hat sich sogar das Fussgelenk gebrochen und die vorbeifahrende Polizei wollte mur wissen ob wir die Ambulanz bestellt haben. Ansonsten hat sie nichts interessiert und sie sind einfach weitergefahren. Fuer uns war es pures Kino!
In dieser Zeit lernten wir auch andere Schweizer kennen, die es nach Brasilien verschlagen hat. Unter anderem auch Stefan, der in Corumba eine Fazenda hat. Ein riesengrosser Bauernhof mit eigenem Fluss und eigenen Wanderwegen. Mit seinen selbst gezuechtete Schweizer Milchkuehen produziert er richtigen Schweizer Kaese und als wir ihn besuchten, wurden wir zu einem feinen Fondue eingeladen. Hat wie bei uns geschmeckt. Wir durften auch auf seinem Land unser Zelt aufschlagen und so verbrachten wir 3 Tage auf der Fazenda.






Die Kroenung war natuerlich das Rodeo in Corumba. Da Stefan Ehrenbuerger von Corumba ist, wurde er auf die Tribuene des Buergermeisters eingeladen, d.h. auch seine Freunde. Somit wurden wir persoenlich vom Buergermeister begruesst und hatten einen super Platz mit super Aussicht auf das spektakulaere Rodeo. Leider nur sehr kurz, da es keiner mehr wie ein paar Sekunden auf diesen wilden, tonnenschweren Stieren ausgehalten hat.






Da Roli und seine BMW am 16. August in Brasilia ankommen, haben wir bis dann noch etwas Zeit zum Vertreiben und fahren 1000km sued-westlich in den Pantanal. Mit einer Flaeche von 200'000km das groesste Sumpfgebiet der Welt. Die Tierwelt hier ist einfach faszinierend und man fuehlt sich wie in einem Zoo oder in einer grossen Vogelvoliere. 1000e von Caimanen aalen sich an den Ufern der Wasserloechern (und schauen den Touristen zu...), hunderte von verschiedenen Vogelarten fliegen durch die Luft, riesen Meerschweine spazieren durch die Gegend, Schlangen winden sich auf der Strasse, Papageien, Aras, Emus, Echsen, Affen, Vogelspinnen, Fledermaeuse, die Liste ist endlos!












Einfach nur schoen. Wir fahren bis nach Porto Jofre, mitten in den Pantanal. Es geht ueber 116 oder 127 Holzbruecken. Keiner weiss es genau. Selbst im Reisefuehrer stehen beide Zahlen, 116 in Portugiesisch und 127 in Englisch!



Auf jeden Fall halten wir fast bei jeder Bruecke und bestaunen die Tierwelt. Die 140km Schotterpiste endet beim Fluss Paraguay schlagartig. Ein kleiner Weg dem Fluss entlang bringt uns nach Porto Jofre, sozusagen einem Dschungelcamp. Abends stiessen wir dann im Restaurant auf 2 Neckermaenner Outdoortouristen im Rambo-Outfit. Zum Nachtessen erschienen sie dann schoen im Baumpijama und assen ihre Mahlzeit mit Stirnlampe beim Neonlicht...
So buchte ich am naechsten Tag die MvA Survival Sumpftour damit konnte er auch endlich mit seinem neuen Buschmesser spielen.

Wir verbringen weitere 7 Tage auf einem schoenen Campingplatz einer Fazenda im Pantanal, sogar mit Pool, den wir uns bei fast 40 Grad natuerlich nicht entgehen lassen.



Auch haben wir sehr interessante Leute getroffen. Chrigu aus Biel der auf dem Weg nach Peru zum Surfen ist, Kevin, der schon bald 2 Jahre mit seinem Velo in Suedamerika unterwegs ist (http://urupica.de) und dem canadischen Professor in Evolutionsbiologie, der mit seinem Sohn "Foto- wildlifehunting" und "Birding" macht. Keine Uebersetzung......Sein Aussehen errinnert an Darwin und auch die Gespraeche bei ein paar Bierchen waren sehr interessant und amuesant.






Wir freuen uns auf jeden Fall auf ein Wiedersehen mit dem Pantanal auf der Rueckreise nach Bolivien in ein paar Wochen.




Suerte, FSM & MvA

Sonntag, 3. Juli 2011

Krokodile und Backstube

Brasilien, Anapolis, 21'517km

Wir wollen Remo aus Basel in Brasilien besuchen. Er lebt seit fuenf Jahren mit seiner Familie in Anapolis und ist Besitzer einer Baeckerei. Auf unserer Know-How Strassenkarte 2500km Handgelenk mal Pi ausgerechnet und an die feinen vorbestellten "Gipfeli" und "Laugenbroetli" denkend, machten wir uns auf den Weg nach Brasilien, genauer nach Anapolis.


Tatsaechlich war die Strasse ab Trinidad asphaltiert und wir kamen zuegig voran. Kurz vor Santa Cruz eine Strassensperre, wir sollten Ausweise und Zollpapiere vorweisen. Der muerrische Polizist kontrollierte alle Papiere und wir merkten, dass er nicht zufrieden war.

Sogleich wussten wir, dass wir hier etwas bezahlen mussten. Angeblich fehlten uns jegliche Stempel auf den Zollpapieren, die angeblich unbedingt notwendig seien...."50 Bolivianos" (knappe 6.- chf) meinte er, wir bezahlten ohne Diskussionen, da es sowieso keinen Wert hatte, bedankten uns und wurden mit einem Laecheln durch die Schranken gewunken! Lieber bezahlen und friedlich weiterfahren koennen....Korruption ist in Bolivien allgemein ein grosses Problem, jedoch sind meistens die Einheimischen davon betroffen, die werfen die Muenzen schon vorher dem Schrankenman zu.
Die restliche Strecke bis nach Corumba an der brasilianischen Grenze verlief reibungslos und in 2 Tagen schafften wir die fast 700km.

Puenktlich um 12 waren wir an der brasilianischen Grenze. Toeff hatten wir sicherheitshalber vorher ausgeraeumt und auf "fremde" Gegenstaende untersucht und dann nicht mehr aus den Augen gelassen. Polizeikontrolle war am Mittagessen und oeffnete erst wieder um 14.00. Gut, zurueck in den Ort und unsere letzte bolivianische Suppe geschluerft! Um 14.00 dann die Ausreisestempel besorgt und wieder eine halbe Stunde warten, da das Zollbuero erst um 14.30 oeffnet.....Sie arbeiten ja nicht zusammen, dann muessen sie auch nicht die gleichen Oeffnungszeiten haben....

Nach einigen Formalitaeten und der 1. Rahmenkontrolle an unseren Toeffs wurden wir mit Erstaunen ohne jegliche andere Kontrollen ueber die Grenze gelassen...unbegreiflich in einem Land mit soviel Drogenproduktion.

Bald wurde es dunkel und wir suchten uns in Corumba ein Hotel. Wow, Hotelpreis war zehnfach als bisher gewohnt, jedoch gab es spaeter irgendein Dorfest mit Spiessli, Fisch, Bier und Crepes mit Schoggi!! Wir fuehlten uns wie im Schlaraffenland! Endlich wieder mal etwas Abwechslung in der Nahrungsaufnahme...
Die naechsten beiden Tage fuhren wir zuegig durch den suedlichen Teil des Pantanals, in dem mehr Krokodile wie Menschen in der Schweiz leben.

Und tatsaechlich, die Krokodile lagen dutzendweise an den von der Regenzeit uebriggebliebenen Wasserloecher. Auch die mannshohen Stoerche waren sehr eindruecklich. So suchten wir voller Erwartung ein schoenes Plaetzchen zum Zelten. Ein grosses Schild am Strassenrand lockte uns zum San Francisco Park, 10km Schotterstrasse.

Die freundliche Dame von der Reception schaute uns schon etwas schief an, als wir nach den Zimmerpreisen fragten. 630 Real (315chf) meinte sie....Etwas erschrocken entgegneten wir, dass wir unser eigenes Zelt haetten und irgendwo im Park uebernachten koennten. Doch sie laechelte nur und bietete uns einen Kaffee an. Schnell haben wir den geschluerft und schnell weg hier....Zeltplatz haben wir natuerlich nicht gefunden und wild campen wollten wir auch nicht unbedingt. So blieb uns nicht anderes uebrig als ein fuer uns relativ teures Hotel zu nehmen.
Der letzte Tag dann nur noch Schnellstrasse, rechts und links riesige Maisfelder, riesig heisst bis zum Horizont, endlos! Viele, viele Lastwagen, die alle meinen sie seien die besten und vor allem die schnellsten.
Endlich in Anapolis angekommen suchten wir Remo's Baeckerei an der angegebenen Adresse ueber 1h....Ein Taxichauffeur erklaerte uns dann den Weg, die Adresse war in einem voelligen anderen Stadtteil. Gleichnamige Strassennamen gibt es anscheinend oefters in einer Stadt...

Sogleich haben wir dann die brasilianisch-schweizerische Baeckerei Amicitia gefunden.
Die Ueberraschung war gelungen und die Wiedersehensfreude war riesen gross!

Wachhundchen
Broetchenbar

Und unser Privatkonzert von Pedro, dem Starkstromelektriker von hier,.